Rosettennebel

 

NGC: NGC 2237, NGC 2238, NGC 2239, NGC 2244, NGC 2246
Aufsuchhile Rosettennebel
Sternbild: Einhorn (Monoceros)


Beste Sichtbarkeit: Wintermonate


Position (Epoche 2000.0): RA: 06h 33m 45s


  DE: +04° 59' 54''

Flächenhelligkeit: hell


Ausdehnung: 90x90'

Entfernung: 5200 Lichtjahre






 







Suche und visuelles Erscheinungsbild:

RosettennebelDer Rosettennebel NGC 2237 ist ein markantes und sehr helles Objekt während der Wintermonate. Etwa 10 Grad östlich des bekannten hellen Sterns Beteigeuze im Sternbild Orion ist er zu finden (siehe Aufsuchkarte oben rechts).  Mit einem großen Fernglas 10x70 zeigt sich ein leicht diffuser Nebelfleck. Mit einem 8 Zoll Newton ist bereits die rundliche Form Nebels wahrzunehmen. Der Nebel erscheint eingebettet in einer Ansammlung von dicht aneinander gepackten Sternen.

Beobachtungsbericht mit einem 12 Zoll Dobson bei 80x:
Der Rosettennebel. Sehr klar und guter Kontrast auch ohne Filter. Der Nebel erscheint sehr groß und detailliert, leichte Donut Form. Der offene Sternhaufen in den dunklen Teil ist brillant. UHC-Filter verbessert leicht den Kontrast. Sehr beeindruckend.

Beobachtungsbericht mit einem 200/1200mm Newton bei 46x:
20.11.89, Oberreichenbach v. Thomas Jäger. Der Rossettennebel ist mit dem UHC-Filter leicht zu sehen, der Sternhaufen selbst ist frei von Nebel, westlich vom Sternhaufen erscheint der Hintergrund nahezu sternleer. Der eingebettete Sternhaufen (NGC2244) sieht im 8x50 Sucher wie das verkleinerte Abbild des Sternbild Zwillinge aus.


Einzelheiten zum Objekt:

RosettennebelDer Rosettennebel ist ein sogenannter Emissionsnebel. Dabei werden Gase durch die umliegenden Sterne zum Leuchten angeregt. Im Fall des Rosettennebels ist es der im Zentrum liegende offene Sternhaufen NGC 2244. Etwas Verwirrung gibt es bei den unterschiedlichen NGC Nummern, dabei werden hier eigentlich nur die einzelnen Teile des Nebels bezeichnet auf die wir jedoch nicht weiter eingehen werden. Der Vollständigkeit halber: NGC 2237, NGC 2238, NGC 2239, NGC 2246. Die Entfernung zur Erde beträgt 5000-5200 Lichtjahre. Die gesamte Ausdehnung wird nach neuesten Erkenntnissen auf etwa 100 Lichtjahre geschätzt.

Die Gaswolke dehnt sich zudem weiter aus. Mit Hilfe von alten Plattenaufnahmen konnte festgestellt werden das sich die Wolke im inneren mit 50km/s, in den äußeren Bereichen sogar mRosettennebelit etwa 100km/s ausdehnt.  Bei dem Rosettennebel handelt es sich, wie bei vielen anderen molekularen Gaswolken auch, um ein aktives Sternentstehungsgebiet. Während im engeren Zentrum nur etwa 40 Sterne im visuellen Licht gezählt wurden, konnte das Chandra Röntgenteleskop über 400 weitere Emissionsquellen und damit junge Protosterne sichtbar machen. Der zentrale Sternencluster NGC2244 wächst also weiter an.


Frühere Beobachtungen:

RosettennebelDie genaue Entdeckung lässt sich keiner bestimmten Person zuordnen. In der Literatur finden sich mehrere Forscher die Teile des Rosettennebels entdeckt haben. John Flamsteed entdeckte als erster den offenen Sternhaufen NGC 2244 am 17.2.1690. Verschiedene Sterne und Sternansammlungen wurde auch von John Herschel und Lewis A. Swift erwähnt. Albert Marth ist vermutlich der erste der den Nebel selbst entdeckte. Am 28.2.1864 notierte er "Knot of 1' diameter. Small star in nebulosity." 





Autor: Claus Müller