Übersicht der astronomischen Objekte


Galaxie:
Eine Galaxie ist eine durch Gravitation miteinander verbundene Anhäufung von Sternen, Planetensysteme, verschiedene Arten von Nebeln und Staubwolken. Galaxien haben unterschiedlich starke Ausdehnungen und variieren auch im Aussehen. Unsere Milchstraße hat einen Durchmesser von 100.000 Lichtjahren, die größte Galaxie IC 1101 hingegeben 6.000.000 Lichtjahre. Während die Ausdehnung bei der Klassifizierung keine Rolle spielt, wird die Form einer Galaxie in der sogenannten Hubble-Sequenz klassifiziert. Weitere Formen sind Zwerg-, Gezeitenarm-, Radio-, Starbust-Galaxien und noch einige weitere Arten. Die Hubble Klassifikation ist jedoch die gebräuchlichste Art der Unterscheidung zwischen den verschiedenen Formen:

 Elliptische Galaxien     E0-E7 (0=kreisförmig, 7=stark elliptisch)
 Spiral Galaxien           Sa-Sc (a=enge Arme, c=weit auslaufende Arme)
 Balkenspiral Galaxien  SBa-SBc (Balken durch den Kern mit a=enge Arme,c=weite Arme)
 Lenticular Galaxien     S0 (linsenförmige Ausdehnung)
 Irreguläre Galaxien     Irr I-II (I=schemenhafte Struktur, II=völlig unregelmäßig)

Kugelsternhaufen:
Bei Kugelsternhaufen handelt es sich um eine massive Anhäufung von Sternen. Sie haben einen Durchmesser von etwa 10 - 200 Lichtjahren. Kugelsternhaufen sind mindestens 10 Milliarden Jahre alt und wurden vermutlich gebildet, als die Galaxien noch im Entstehen waren. Kugelsternhaufen umgeben unsere Galaxie (Milchstraße) in einem sphärischen Raum und umkreisen selbige in einer Art Elibse. Dieser Außenbereich unserer Galaxie wird Halo genannt.

Unser Sonnensystem:
Sonne, Planeten und Monde. Unser Sonnensystem besteht aus der Sonne, die acht offiziellen Planeten, Zwergplaneten und mehr als 130 Satelliten (Monde). Hinzu kommt eine große Anzahl von kleinen Objekten wie Kometen, Asteroiden und der Kuipergürtel. Das innere Sonnensystem enthält die Sonne, Merkur, Venus, Erde und Mars. Der Asteroidengürtel liegt zwischen den Umlaufbahnen von Mars und Jupiter. Die Planeten des äußeren Sonnensystems sind Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun (Pluto wird heute als Zwergplanet klassifiziert Stand: 2014). Die Umlaufbahnen der Planeten sind Ellipsen mit der Sonne in Ihrem Brennpunkt und liegen alle mehr oder weniger auf der gleichen Ebene, genannt Ekliptik.

Planetarische Nebel:
Planetarische Nebel sind astronomische Objekte hauptsächlich aus gasförmigen Materialien. Die gasförmigen Stoffe werden durch die energiereiche Strahlung eines Zentralsterns zum leuchten angeregt. Diese Zentralsterne gehören zu den heißesten Sternen in unserem Universum, meist handelt es sich dabei um sogenannte weiße Zwerge mit Temperaturen von bis zu 200.000 Kelvin. Zudem haben diese Nebel sehr oft auch eine symmetrische Ausdehnung. Die ersten wurden bereits im 18. Jahrhundert entdeckt.

Galaktische Nebel:
Unter dem Oberbegriff Galaktische Nebel werden alle Staub- und Gaswolken zusammengefasst, mit Ausnahme der planetarischen Nebel. Zur weiteren Unterscheidung werden diese in Reflexionsnebel, Dunkelnebel und Emissionsnebel unterteilt:

Reflexionsnebel sind Wolken interstellaren Staubs welche das Licht der umgebenden Sterne reflektieren. Durch die noch jungen leuchtkräftigen Sterne im Spektrum A + B erstrahlen Sie im bläulichen Licht.
Dunkelnebel sind Gebiete mit Staubwolken welche nicht von Sternen angestrahlt werden. Ihre hohe Dichte absorbiert das Licht der dahinterliegenden Sterne oder dunkelt diese stark ab. In der Sommermilchstraße sind viele dieser dunklen Flecken zu sehen, das Great Riff oder zum Beispiel der Kohlensack.
Emissionsnebel sind Gaswolken welche durch sehr heiße, benachbarte Sterne zum Leuchten angeregt oder ionisiert wurden. Sie emittieren damit selbst Licht, im Gegensatz zu den Reflexionsnebeln.

Supernova Überreste sind Emissionsnebel welche durch das explosive Ende eines Sterns entstehen. Die Supernova erzeugt eine überschallschnelle Schockfront, die interstellare Materie ionisiert und somit zum Leuchten anregt.

Offene Sternhaufen:
Offene Sternhaufen bestehen aus einer Gruppe von 20 und bis zu mehreren 1000 Sternen. Sie werden durch gegenseitige Gravitation zusammengehalten. Die enthaltenen Sterne haben alle das gleiche Alter, die gleiche chemische Zusammensetzung und wurden durch die gleiche molekular Wolke geformt. Offene Sternhaufen werden in Klassen nach dem Schema von R.J. Trumpler unterteilt.

Kometen:
Kometen - Unglücksboten oder Lebensbringer? Seit Jahrtausenden galten Kometen mit Ihrem prachtvollen Schweif als Unglücksboten. Traten diese doch immer zufällig zu Kriegszeiten, bei Seuchen oder anderen Katastrophen auf. Doch die Zeiten des Aberglaubens sind vorbei. Inzwischen geht die Wissenschaft davon aus, dass Kometen der Beginn irdischen Lebens sein könnten. Wissenschaftler fanden mit dem 10m Keck-II Teleskop in Mauna Kea bereits im Jahre 2005 organische Moleküle im Koma des Kometen C/2004 Q2 Machholz. Die Forschung in diesem Gebiet dauert noch an und man darf auf weitere Erkenntnisse in der Zukunft gespannt sein.

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