NGC 6559 – Galaktischer Nebel

 

NGC: 6559



Sternbild: Schütze (Sagittarii)

Beste Sichtbarkeit: Juli-August

Position (Epoche 2000.0): RA: 18h 09m 56.8s

  DE: -24d 06m 23s

Helligkeit: n/a


Ausdehnung: 8' x 5'

Entfernung: ca. 5500 Lichtjahre













Suche und visuelles Erscheinungsbild:

Der galaktische Nebel ist bereits mit dem Feldstecher (ab 8x42) unter dunklem Himmel zu entdecken. Mehrere kleine Nebelflecke sind hierbei auszumachen, jedoch sehr diffus. Der galaktische Nebel NGC 6559 liegt in etwa 1 Grad neben dem großen Lagunennebel im nordöstlichen Teil des Sternbildes Schütze. Mit Hilfe der Aufsuchkarte oben rechts, sollte es kein Problem sein NGC 6559 zu lokalisieren. Mit einem Dobson Teleskop in Verbindung mit einem guten UHC Filter sind hervorragend die Nebelstrukturen sowie auch die Dunkelwolken zu erkennen.



 


Einzelheiten zum Objekt:


Bei NGC 6559 handelt es sich um eine interstellare Staubwolke, umgeben von mehreren kleinen Reflektions und Emissionsnebeln im Sternbild Schütze. U.a. finden sich dort IC 2174, IC 2175 und der IC 4685. Die Größe des galaktischen Nebels beträgt in etwa 8x5 Bogenminuten und die Entfernung beträgt ca. 5500 Lichtjahre. Die Ausdehnung beträgt nur wenige Lichtjahre (14x9 Lj). Inzwischen ist bekannt das NGC 6559 zu den aktiven Sternenstehungsgebieten gehört. Die starke Verdichtung von Gas und Staub sind dort die Grundstoffe für die Entstehung von neuen Sternen. Das Gas in den Wolken von NGC 6559, vor allem Wasserstoff, ist der wichtigste Rohstoff für die Sternentstehung. Wenn sich in einem Bereich des Nebels genügend Materie angesammelt hat, beginnt sie unter ihrer eigenen Schwerkraft zu kollabieren. Das Zentrum der Wolke wird immer dichter und heißer, bis eine Kernfusion beginnt. Die Materie ballt sich unter Ihrer eigenen Anziehungskraft zusammen und ein Stern wird geboren.

In dem Moment indem Wasserstoff zu Helium verbrennt (sog. Sonnenfusion) und enorme Mengen an Energie freigesetzt werden beginnen die Sterne zu leuchten. Die noch jungen und sehr heißen Sterne bringen mit Ihrer Energie das noch vorhandene  Wasserstoffgas um Sie herum zum leuchten. Das Gas emittiert die Energie und beginnt selbst zu leuchten, wie auf den phantastischen Aufnahmen zu sehen. Aber NGC 6559 enthält nicht nur unmengen an Gasen sondern auch konzentrierte Staubansammlungen. In Regionen, wo diese sehr dicht ist, blockiert der Staub das Licht vollständig hinter sich. Die sog. Dunkelnebel können wir sehr schön auf den Bildern erkennen.


Frühere Beobachtungen:


NGC 6559 wurde am 18.7.1826 von Herschel  mit seinem Reflektor Teleskop entdeckt. Sir John Frederick William Herschel (1792 - 1871) war ein englischer Astronom. Aber nicht nur das, er war zudem Chemiker Mathematiker und versuchte sich als einer der ersten mit der Fotografie. Unter den Astronomen ist Herschel vor allem durch seine Entdeckung weiterer Jupiter und Saturnmonde und einer Vielzahl von Nebelobjekten bekannt. 



Autor: Claus-Dieter Müller