M 7 – Offener Sternhaufen

 

NGC 6475


Sternbild Scorpius (Skorpion)


Beste Sichtbarkeit Mai - Juli


Position (Epoche 2000.0) RA: 17h 53m 54s   

  DE: -34° 48´


Helligkeit: 3,3mag


Ausdehnung: 80´

Entfernung 1000 Lichtjahre

Konzentrationsklasse
I3m  oder  I3r










Einzelheiten zum Objekt:

Der Sternhaufen befindet sich direkt vor einer Sternwolke der Milchstraße. Er enthält viele Sterne der 8.-12. Größe, wovon ein gelber Riese des Spektraltypes G8 mit 5m,6 der hellste Vertreter ist. Der heißeste Hauptreihenstern der Spektralklasse B6, zählt mit 5m,9 ebenfalls zu den hellsten Mitgliedern. Insgesamt umfasst M7 ungefähr 750 Sterne, wovon rund 80 Sterne heller als 10m leuchten. Die Entfernung des Haufens wird mit 800-1000 Lichtjahren angegeben und ergibt eine tatsächliche Größe von schätzungsweise 20 Lichtjahren. Neuere Messungen legen die Entfernung jedoch eher im Bereich von rund 1000 Lichtjahren fest. Das Alter von M7 wird auf 220 - 260 Millionen Jahre geschätzt, da sich laut Spektralanalysen einige sehr helle Haufenmitglieder schon zu anderen Stadien weiterentwickelt haben.


Suche und visuelles Erscheinungsbild:

M7 ist das südlichste Messierobjekt überhaupt. Bei geeignetem Standort und guter Horizontsicht ist der Haufen sehr leicht mit einem kleinen Fernglas im östlichen Bereich des Skorpions zu finden. Er befindet sich südöstlich von M6. Als Ausgangspunkte für die Suche sind die Sterne λsco und υsco hilfreich. Von ihnen ausgehend genügt ein kurzer Schwenk nach Nordosten, bis M7 als Sternknoten sichtbar wird. Ist die Durchsicht schlecht, kann man auch bei M7 mit der Suche bei ε scorpius beginnen. Auch M7 ist, auch wenn er heller als sein Nachbar M6 ist, nicht mit bloßem Auge zu sehen. Sehr schön ist das Objekt jedoch in einem 7x50 Feldstecher erkennbar. Dieses Instrument offenbart den Blick auf etwa 12 helle, nahe beieinander stehende Einzelsterne. Das Objekt weist eine deutlich größere Ausdehnung auf, als der benachbarte M6. Insgesamt stellt M7 ein interessantes Feldstecherobjekt dar. Für die Beobachtung mit einem Teleskop sind  niedrige Vergrößerungen bis 50-fach empfehlenswert, darüber hinaus ging der Haufencharakter schnell verloren. Mit einem 4“ Teleskop und 50-fach sind ohne Weiteres 60-70 Sterne zu sehen. Bei dieser Vergrößerung ist mit ein wenig Fantasie, und an Orientierung der hellsten Sterne, eine Kreuzform sichtbar, mit einer Sternansammlung vieler heller Sterne im Südosten.


Frühere Beobachtungen:

Der Sternhaufen ist schon seit der Antike bekannt, als ihn Ptolemäus im Jahr 130 v. Chr. vermutlich als Erster, in seinem „Almagest“, erwähnte. Danach wurde der Sternhaufen von vielen Astronomen erwähnt. Edmund Halley sah 1678 einen nebligen Stern, genauso wie William Derham 1733.  De Lacaille konnte am 15.6.1752 vom Kap der guten Hoffnung Einzelsterne mit seinem winzigen Fernrohr erkennen. Am 23.05.1764 erfolgte dann die erste Beobachtung durch Charles Messier. Er konnte den Sternhaufen von Paris aus schon mit bloßem Auge als Nebel erkennen und nahm ihn als Nummer 7 in seinem Katalog auf.



Autor: Stefan Westphal