Messier 53 - Kugelsternhaufen

 

NGC 5024

Sternbild Haar der Berenike (Coma Berenices)

Beste Sichtbarkeit Frühjahr

Position (Epoche 2000.0) RA 13h 13m 43s

  DE +18° 04´ 55´´

Helligkeit: 7,7mag

Ausdehnung: ca. 14´

Entfernung 60.000 Lichtjahre


Konzentrationsklasse Typ V

Spektraltyp F6





Suche und visuelles Erscheinungsbild:

Der Kugelsternhaufen Messier 53 befindet sich weit südlich im Sternbild Haar der Berenike. Das südlichste Ende des Sternbilds markiert der helle Stern "Diadem". Etwa ein halbes Grad nordöstlich von Diadem ist M53 bereits mit dem Fernglas bei dunklem Himmel auszumachen. Er erscheint als schwach sichtbares diffuses Fleckchen. Mit einer freien Öffnung 8 Zoll verschwindet der neblige Schleier in den Randbereichen und der Kugelsternhaufen kann in Einzelsterne aufgelöst werden. Mit noch größerer Öffnung steigt der visuelle Eindruck deutlich an und auch das Zentrum ist schön zu verfolgen.


Einzelheiten zum Objekt:


Messier 53 - M53Messier 53 zählt zu den größeren Kugelsternhaufen in unserer Galaxie. Mit einer Ausdehnung von ca. 14 Bogenminuten steht er den Paradeobjekten Messier 92 oder dem Herkuleshaufen M13 kaum nach.  Aufgrund der scheinbaren Helligkeit von 7,7 mag ist er jedoch ein gutes Stück dunkler als die bekannten Klassiker.  Dies ist u.a. seiner enormen Entfernung zu uns geschuldet. M13 ist etwas über 20.000 Lichtjahre entfernt, Messier 53 hingegen hat fast die dreifache Entfernung zur Erde. In Anbetracht der Entfernung und Winkelausdehung hat M53 jedoch eine größere reale Ausdehnung von etwa 200 Lichtjahren (vgl. M13 ca. 150 Lj). Für visuelle Beobachter und Astrofotografen stellt auch Messier 53 ein lohnendes Objekt am Nachthimmel dar.


Frühere Beobachtungen:

Die Erstentdeckung wird dem Astronom Johann Elert Bode zugeschrieben. Er beschrieb Ihn am 3. Februar 1775 als lebendig runden Nebel. Auch Charles Messier fand 2 Jahre später den Kugelsternhaufen. Er klassifizierte Ihn am 26. Februar 1777 als auffällig, rundes Objekt Nummer 53 in seinen Katalog. Erst William Herschel gelang es mit seinem selbst konstruierten, und für damalige Zeiten extrem großen Teleskop, den Kugelsternhaufen in seine Einzelsterne aufzulösen. Er beschrieb Ihn kurz und knapp "ähnlich M10".



Autor: Claus-Dieter Müller