Messier 36 – M2 - Offener Sternhaufen

 

NGC 1960


Sternbild Auriga (Fuhrmann)


Beste Sichtbarkeit November - April


Position (Epoche 2000.0) RA: 05h 36m 12s   

  DE: +34° 08´


Helligkeit: 6mag


Ausdehnung: 12´

Entfernung 4100 Lichtjahre

Konzentrationsklasse
I3m









Suche und visuelles Erscheinungsbild:

Der offene Sternhaufen Messier M36 befindet sich direkt im Wintersternbild Fuhrmann. Mit dem Fernglas ist der offene Sternhaufen leicht an Hand einer Sternkarte oder unserer Aufsuchhilfe (Bild oben rechts) zu finden. Etwa 10 eng beieinander liegende Sterne sind bei geeignetem Standort bereits mit einem 10x50 Feldstecher zu erkennen. Mit einem 10 Zoll Dobson Teleskop lassen sich dann bereits über 50  Einzelsterne zählen (75x Vergrößerung). Zwischen den beiden hellen Sternen Capella und Alnath tummelt sich eine Vielzahl weiterer schöner Objekte, so dass sich ein visueller und fotografischer Blick in den Fuhrmann auf jeden Fall lohnt:

    - Messier M36 (offener Sternhaufen)
    - Messier M37 (offener Sternhaufen)
    - Messier M38, der Seestern-Haufen
    - NGC 1957, 1907, 1778 (offene Sternhaufen)
    - NGC 1931, IC 417, IC 410, IC 405 (div. Sternhaufen in verb. mit Nebelgebieten)


Einzelheiten zum Objekt:

Messier 36 besitzt eine Helligkeit von 6 mag und eine Ausdehnung von 12 Bogenminuten bzw. 14 Lichtjahre. Die Entfernung zur Erde beträgt etwa 4100 Lichtjahre. Das Alter wird auf noch recht junge 25 Mio. Jahre geschätzt. Die gesamte Anzahl seiner zusammen gehörenden Sterne beträgt etwa 60, von denen die hellsten 9mag erreichen und dem Spektraltyp B2 angehören. Die Leuchtkraft des hellsten Sterns beträgt  das 360 -fache unserer Sonne. Viele der hellen Sterne im Messier 36 sind schnell Rotierende. Wie ihre Spektralllinien zeigen ähneln diese den Plejaden (M45). Wenn M36 den selben Abstand zu Erde hätte, d.h. 10 Mal näher, würde dieser Cluster sehr ähnlich wie die  Plejaden aussehen.


Frühere Beobachtungen:

Der offene Sternhaufen Messier M36 wurde von Giovanni Batista Hodierna bereits 1654 entdeckt. Katalogisiert wurde er u.a. von Messier unter Nummer 36. So notierte er am 2. September 1764: "Ein Sternhaufen im Fuhrmann, nahe des Sterns  Phi: mit einem ordentlichen Teleskop von 3,5 Fuß hat man Schwierigkeiten die Sterne zu unterscheiden, der Cluster enthält keine Nebel. Seine Position von von Phi [Aurigae] bestimmt. (Durchm. 9').

Auch William Herschel fand den Sternhaufen und so schrieb er am 28. Okt. 1794 in seine Notizen: "7 feet reflector. With 120, a pretty rich cluster of small faint stars, seems to have many more than are visible, very small. J.E. Bode schrieb: "Ein Sternhäuflein im Fuhrmann östlich bei dem Stern φ; hat nach Messier gleichfalls 9‘ im Durchmesser. Man kann dessen Sterne durch ein dreifüßiges Fernrohr kaum unerscheiden."



Autor: Claus-Dieter Müller