C2014 Q2 Lovejoy

 

 Entdeckung:
17.08.2014 von Terry Lovejoy



 Opposition:
02.01.2015


 Erdnähe: 07.01.2015; 0,47AE


Periheldurchgang:
30.01.2015; 1,29AE


Umlaufzeit um die Sonne:
13520 Jahre


Max. Helligkeit:
3m8


Max. Schweiflänge:
ca. 27°; Hisayoshi Kato, 17.01.2015


Freisichtig seit:
13.12.2014; Dave Seargent, Australien








Der Komet wurde vom gleichnamigen Entdecker Terry Lovejoy am 17. August 2014 mit seinem 8" SC und CCD Kamera entdeckt. Der Himmelskörper erschien damals als Objekt 15. Größe und war bereits die fünfte Entdeckung des australischen Kometenjägers. Q2 Lovejoy wird den langperiodischen Kometen mit einer Umlaufzeit von ungefähr 13520 Jahren zugeordnet. Im Lauf des Novembers entwickelte der Komet aufgrund der Annährung zur Sonne einen langen Gasschweif. Ab Ende Dezember war Q2 Lovejoy auch auf der nördlichen Hemisphäre zu sehen. Die Beobachtungsbedingungen verbesserten sich zusehends. Der Komet wanderte durch die Sternbilder Achterdeck, den östlichen Teil des Eridanus, Widder und den Stier immer weiter in den Norden. Im Zeitraum um den 13.01 erreichte der Schweifstern mit +3m8 die größte Helligkeit. Q2 Lovejoy passierte in diesen Tagen die Plejaden, ein schönes Motiv, leider verpasst aufgrund schlechten Wetters. Über die Länge des Schweifs sind verschiedene Zahlen erhalten. Zur Zeit der größten Helligkeit werden bis zu 26° Länge des Gasschweifs angegeben!

Seit Anfang Februar war Lovejoy dann zirkumpolar und wanderte auf den nördlichen Himmelspol zu.
Der Komet war Mitte Januar von einem ländlichen Standort aus sehr leicht als diffuser Stern mit bloßem Auge zu sehen. Ein Beobachter der Sternfreunde Franken konnte ihn gar unter Vorstadtbedingen zweifelsfrei identifizieren. Mir gelang es sogar noch am 07. und 08.02. den 5mag hellen Kometen unter dunklem Himmel mit dem Auge zu erkennen. In einem mittleren Fernglas (7x50) war dann der Ansatz des Schweifes sichtbar, sowie eine große, diffuse Koma. Im Folgenden zeigen wir einige unserer Fotoergebnisse die wir teilweise nur zwischen Wolkenlücken gewonnen haben. Zum Einsatz kamen Objektive von 50mm bis 250mm Öffnung.

Quellen:
www.kometen.info/2014q2.htm
www.kometarium.com/2014@2.htm
















Autor: Stefan Westphal